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Bericht vom internen Hallenfußballturnier in Grünberg... ...Freitag, 25. Februar bis Sonntag, 27. Februar2011. Grundsätzlich stellte sich für mich zunächst die Frage, was denn eigentlich in diesem Jahr 2011 anders war? Das mit Abstand unsympathischste Team hat wieder gewonnen, die am besten gekleideten wurden Letzter, die am höchsten eingeschätzten landeten auf den Plätzen und das vierte Team, nun, Überraschung. Die Zimmer im Hotel und Sportschule völlig im Preis-/Leistungsbild. Das Kulinarische in diesem Jahr etwas besser, sofern man früh genug da war, um etwas davon zu bekommen. Festzuhalten ist jedoch, das Gefälle zwischen Sportschulenkantine und Sternerestaurant im Hotel ist gefährlich steil. Dass man uns aus dem Tischdeckenfrühstückswunderland entfernt hat, haben wir m. E. selbst zu vertreten. Also alles wie immer? Nun so war es dann doch nicht. Stefan L. war das erste Mal dabei. Seine Überraschung, dass der Hallenboden keine rote Erde hat, war verständlich, er kam trotzdem gut zurecht. Die smarte Idee unseres Jürgen S., die Teamwahl über Töpfe ausgeglichener zu gestalten, stach und brachte spannende Spiele. Die Ausbeute an Toren litt jedoch, zumindest am Freitag abend, durch diese Veränderung. Neu auch, dass griechisch-römische Aspekte in der Zweikampfführung fast zum Eklat führten, die Herren Michael S. und Sandro W. haben sich meines Wissen aber soweit wieder lieb. Die Anzahl an Verletzten blieb ebenfalls überschaubar, unser Ex-Präsident Stefan B. musste nach missglücktem Kopfballduell leider vorsorglich früher abreisen. Sportlich überraschend waren die Leistungen von Bernhard M. und Carlos W., die Beide gaben dem Gewinnerteam halt und eine gewisse sensible Note. Die ehrgeizigen Stockmanns (Winnie & Daniel) blieben unablässig Ihrer Linie treu. Davor muss man Respekt haben, man muss es aber nicht unbedingt mögen. Komplett machte das Team Klaus G., für mich der kompletteste Hallenfußballer dieses Wochenendes. Erneut extrem, wie bei allem was er tut, war unser "Ironman" Felix L.. Am Freitag abend spielerisch und läuferisch überragend, stand er am Samstag nur noch als angemalter Schatten auf dem Hallenboden. Das Original kam erst Samstag abend wieder hervor und gab ein strahlendes Comeback. Ein ähnlicher Leistungsabfall war nur noch bei unserem Robert K. zu beobachten, der am Freitag streng den Regeln des Fußballhandbuches folgend einfach spielte, sich aber ab Samstag befähigt fühlte, auch die komplexeren Pässe zu versuchen. Als Ergebnis standen ein paar sehr schöne Gegentore. Es spricht für Ihn, dass er die dazugehörige Analyse gleich fachmännisch mitlieferte. Respekt zollen muss man unserem Sammy und unserem Hardy. Die beiden Oldtimer waren auf den Punkt topfit. Während der Sammy nur durch brachiale Gewalt ins Straucheln zu bringen war und ansonsten mit seinem Stellungsspiel brillierte, konnte unser Hardy mit jeder seiner legendären Hüftschwünge ganze Abwehrreihen das Fürchten leeren. Krönung war sein fantastisches Tor. Dass er den Hüftschwung auch abends bestens einzusetzen wusste, zeigten die Geschenke der anwesenden Damen. Die Abwehrreihen waren in der Regel wirklich sehr dicht. Und dieser Regel gab unser Wolle einmal mehr nicht nur auf dem Hallenboden ein Gesicht. Trotz der nicht zu übersehenden Folgen der Vorjahresverletzung, gab er einen tadellosen Indoor-Libero und lockerte durch seine Ihm eigene Rhetorik auch am Abend die eine oder andere ernstere Minute auf. Die Gruppe der technischen Spezialisten hätte von Ingo. S. angeführt werden sollen. Muskuläre Probleme jedoch, vereint mit fehlendem Selbstvertrauen, vermischten sich zu netten Ansätzen. Zu einem zählbaren Ergebnis kam er damit leider nicht. Die Laufleistung war jedoch vorbildlich, den linken Hammer haben wir aber vermisst. Übertroffen wurde diese läuferische Klasse nur von unserem Rainer T., dem Feingeist am Ball. Ich glaube, dass ich schon einmal erwähnte, wenn Fußball Kunst wäre, dann hätte unser Rainer nur ein Ohr. Da Fußball aber ein Ergebnisspiel ist, sollte er im nächsten Jahr das Zimmer mit den Stockmanns teilen. Der talentierte Christian W. schoss mehr als alle andere, er kämpfte mehr als alle andere, kratzte, fluchte und hinterließ blaue Waden. Seine Ausbeute bei gefühlten hundert Schussversuchen lässt sich indes schnell aufzählen. Immer wieder schallte ein "Kopf hoch", "spiel ab", "schau mal nach rechts", "nach links" durch die Halle. Es scheint als verweigere er vehement den Schritt auf das nächste Level dieses Spiels. Zu loben ist aber, dass er sein Team ohne verbale Entgleisungen immer weiter antrieb und damit großen Anteil hatte, dass das Team die Probleme vom Freitag am Samstag fast zum Triumph umwandeln konnten. Ein weiteres "enfant terrible" war Rolf. K.. Anfänglich auf die Bank verbannt, bekam er mit zunehmender Spielzeit immer mehr Lust und Sicherheit. Leider mutierte er in seinem Drang nach Taten zum Berserker und scheute sich nicht den Unparteiischen wegen eines kleines Zupfens am Arm derart anzugehen, dass diese verstört dem Drängen nachgab. Solche Emotionen können bei einem Mann seines Alters gefährlich werden. Der Unparteiische, die undankbarste aller Aufgaben wurde anfänglich meisterhaft vom Gustl verkörpert. Wiederholt schützte er gefährdete Spielgestalter vor übertriebener Härte und tat damit dem Spiel und dem Sport einen riesigen Dienst. Leider konnte er seine gradlinige Spielführung auf Druck der Zuschauer nicht beibehalten und verlor im Weiteren das Gespür für die Situation. Undankbar war auch der Job der drei Torhüter: Andy A., Marcus B. und unserem Jack. Alle drei gaben ein gutes Bild ab und ließen keine Gurke passieren. Entsprechend eng ging es zwischen den Dreien auch bis zum Schluss darum, wer wohl am wenigsten fangen würde. In Aristoteles Nikomachischer Ethik I steht: "Denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Frühling macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig". Was das mit Fußball zu tun hat, sollen doch bitte andere erklären. Ich für mein Teil habe eine reines Gewissen. Abschließend noch eine Suchmeldung: Wer kann sachdienliche Hinweise darauf geben, wo ein etwa Quadratmeter großes Stück des Bodens aus Halle 2 geblieben sein könnte? Das Teil wurde etwas halblinks vom Tor in etwas zehn Meter Entfernung aus dem Boden geschnitten. Die um das Loch aufgestellten Kerzen geben der Polizei ebenfalls Rätsel auf und man schließt ein Ritualverbrechen schmerzmittelbetäubter Einzeltäter nicht aus. Sollte ich jemanden vergessen haben, dann rate ich diesem mir beim nächsten Mal einen auszugeben oder mir gehörig auf die Nerven zu gehen. A. B. jetzt das statistische: 1. und unsympatischstes team 4 mit der besetzung: winnie und daniel st., klaus g.,carlos und bernhard. 17 P und 13:6 tore.( feuerlöscher ) 2. und kämpferischstes team 2 mit der besetzung: rainer t.,christian w.,wolle,sandy und rolf k. 12 P und 6:9 tore.( kartoffelkäfer ) 3. und sympatischstes team 1 mit der besetzung: stephan l.,stefan b.,felix l.,hardy und jürgen. 11P und 7:6 tore. ( rosa raupen ) 4. und schönstes team 3 mit der besetzung: ingo s.,andi b.,robert k.,michael s. und sammy. 8P und 4:9 tore. ( piraten ) gesamtscorer: daniel st. 9 P (7/2), klaus g. 6 P (4/2) und christian w. 5 P (3/2) torjäger: daniel st. 7 T, klaus g. 4 T, christian w. und andi b. 3 T vorlagenkönig: rainer t. und ingo s. mit 3 V, daniel st., klaus g., christian w. und felix l. mit 2 V. foulkönig war klar unser schnullinger als meister im freistilringen. chancentod war unser el schwall und de hool. schwalbenkönig unsre glasnudel, die dauernd auf dem boden lag und der putzfrau das leben erleichterte. torwartwertung: andi a. 8 GF (gefangene tore), jack 9 GF (allerdings alles ohne hände) und marcus 12 GF spieler des turniers war unser klecksel, der sich durch alle farbeimer durchkämpfte,ein bombenturnier spielte und sich sein tor redlichst verdiente. Chapeau!!!! zum schluß noch unser seizinho, der trotz schwerster körperlicher gebrechen sich wieder ins rampenlicht schoß mit feinster schußtechnik und filigranster ballbehandlung. euer seizinho, der auch in der halle tanzt. |
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